Gesundheitsfürsorge
Trotz nationalen wirtschaftlichen Aufschwungs bleiben die meisten ländlichen Gebiete Indiens in ihrer Entwicklung weit zurück. So prägen Armut, Krankheit und existentielle Nöte den Alltag.
21 Jahre lang war das Gesundheitszentrum für eine große Region mit tausenden von Menschen oft die einzige Möglichkeit medizinische Hilfe zu bekommen, denn wer kein Geld hatte, wurde kostenlos behandelt und mit den nötigen Arzneimitteln versorgt. Jahrelang wurde dieser Dienst ergänzt durch unsere Mobilklinik, die durch die Dörfer fuhr, um auch die Menschen zu erreichen, die aufgrund ihrer Krankheit nicht in der Lage waren in das Gesundheitszentrum zu kommen. Nun hat sich dieser Zweig verselbstständigt.
Dr. Samuel, unser langjähriger Chefarzt, führt mit 15 bewährten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Klinik unter neuem Namen als in Eigenverantwortung wirtschaftende »Society« weiter. Dieser Schritt konnte deshalb gewagt werden, weil sich die Situation in den letzten Jahren im Projektgebiet insofern verändert hat, dass die grosse Not, wie wir sie vor mehr als 25 Jahren antrafen, nicht mehr (so schlimm) das Leben prägt. Der allgemeine Lebensstandard hat sich auch im Umland von Shanthimalai soweit gehoben, dass die Menschen über ein gewisses Einkommen verfügen und nicht mehr in der Weise von fremder Hilfe abhängig sind, wie sie es vor Jahren noch waren. So konnte letztlich auch in diesem Bereich unser Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem benachbarten Rangammal Hospital, das vor mehr als 10 Jahren von uns als Mutter-Kind-Klinik konzipiert und gebaut wurde und schließlich einen Träger fand, der es schnell zu einer großen multifunktionalen Klink ausbaute, bildet die Sri Ramana Health Society eine ideale Einheit. Weiterhin übernimmt sie den jährlichen medizinischen Gesundheitscheck unserer Schüler und sorgt für die medizinischen Belange der Armen in der Region, die innerhalb der Projektsparte »Poor & Needy« (die Ärmsten der Armen) ihre finanzielle Unterstützung von Shanthimalai bekommen.
Für eine umfassende medizinische Versorgung stehen u. a. eine Röntgenabteilung, ein modernes Labor, Ultraschall, Physiotherapie, eine Apotheke mit allopathischen, homöopathischen und ayurvedischen Mitteln, sowie eine augenärztliche und zahnärztliche Ambulanz zur Verfügung.
Inzwischen beteiligen sich die Patienten mit einem äußerst geringen Betrag an den Kosten der Behandlung und der Medikamente.
Da die Klinik sich jedoch finanziell nicht selbst tragen kann, ist für ihr weiteres Bestehen Unterstützung von außen unbedingt notwendig.



